Stuttgarter Volksbank

Saisonabschluss

Jugend vom Mar 28, 2010

Der Saisonabschlußbericht der männlichen A-Jugend

Am Ende hat der Trainer recht

„Wenn ihr nicht Meister werdet, dann weiß ich auch nicht“.
Dies war die Aussage von mJA Trainer Jürgen Kaschuba nach einem Trainingsspiel gegen die 3. Männermannschaft der Hbi vor der Saison. Die Mannschaft hatte unter dem neuen Trainer in einer komplett neuen Zusammensetzung gespielt und die Bezirksliga Qualifikation nach Niederlagen gegen Schwaikheim und Kickers in der ersten Runde erst im Nachsitzen gegen Alfdorf und Winnenden geschafft. Dementsprechend verwundert waren die Spieler nach dieser Aussage. Vor allem, da man nur einmal die Woche zusammen trainierte, da mit Tim Wurster, Ralf Binder und Jan Dille gleich drei Spieler im Männer1kader standen die in den Dienstagseinheiten fehlten. Donnerstags trainierte man dafür mehr oder weniger zusammen, aber auch hier war die Mannschaft nicht unbedingt jede Trainingseinheit komplett.

Im ersten Saisonspiel empfing man in der heimischen Hugo-Kunzi Halle den TSV Alfdorf. Nach einer durchwachsenen Leistung kam man vor allem über Einzelaktionen zum Erfolg und konnte somit am Ende mit 33:28 den ersten Saisonsieg feiern. Trotzdem war allen klar, dass es solche Siege nicht oft geben würde. Dies wurde der Mannschaft gleich im zweiten Spiel gezeigt, als man bei den Kickers mit 31:25 das Nachsehen hatte. Hier machte sich vor allem bemerkbar, dass die Mannschaft so keine Mannschaft war. In der Abwehr stimmten die Absprachen nicht und das Angriffsspiel besaß kein Konzept. Im nächsten Spiel war der SSV Hohenacker zu Gast. Diese waren mit 6:0 Punkten zu diesem Zeitpunkt an der Tabellenspitze der Bezirksliga. Trainer und Spieler befürchteten eine Klatsche, allerdings überrascht die Mannschaft Fans, Trainer und vor allem sich selbst, denn mit 39:24 konnte man die kleinen wendigen Spieler aus Hohenacker wortwörtlich aus der Halle schießen. Ein Ruck ging durch die Mannschaft, und man merkte, zu was man an einem guten Tag und mit einer guten Leistung in der Lage war. Nachdem man auch Schwaikheim auswärts mit 38:32 bezwingen konnte, fanden sich die Jungs um Trainer Jürgen Kaschuba auf einmal ganz weit oben in der Tabelle wieder.

Bis auf den ersten Platz kletterte man nach einem denkwürdig engen Spiel beim SV Remshalden (32:33). Auf einmal waren die Jungs aus dem Stuttgarter Norden ganz oben, ein neues Gefühl für die Mannschaft. Beflügelt von diesen Erfolgserlebnissen kam die Woche darauf die HSG Weinstadt als erster Verfolger zur Hbi. In einer vollen Halle konnte man nach einem furiosen Start auch diesen Gegner souverän mit 35:29 bezwingen. Die Herbstmeisterschaft sicherte man sich schließlich in einem packenden Derby bei den Nachbarn im Stuttgarter Norden, der HSV Stuttgart-Nord, mit einem 36:36. Dort lag man drei Minuten vor Ende noch mit zwei Toren zurück, aber dank einer starken kämpferischen Leistung konnte man den einen Punkt sich noch sichern. Abgeschlossen wurde die Hinrunde mit dem Spiel gegen den Tabellenletzten SV Fellbach und einem 43:36 Sieg. Hier dominierte die Hbi die ersten 15 Minuten ganz klar, und verwaltete den Rest des Spiels den heraus gespielten Vorsprung.

A-Jugendmeister 2010

Deutlich machte sich zu diesem Zeitpunkt nun die Mannschaftsleistung bemerkbar, die wirklich auch eine solche war. Die Mannschaft hatte sich zu einer homogenen Gruppe entwickelt, die sehr gut zusammen funktionierte. Langsam wurde sich allen bewusst, dass aus dem Saisonziel „die Favoriten ärgern“, nun ein anderes geworden war, nämlich selbst um den Titel mitzuspielen.

Zu Beginn der Rückrunde musste man früh morgens zum andern Ende des Bezirks fahren, zum TSV Alfdorf. Nach Startschwierigkeiten wurde die Mannschaft mit einem 33:39 Sieg ihrer Favoritenrolle gerecht und sammelte Selbstvertrauen für das nachfolgende Auswärtsspiel gegen Hohenacker. Dort musste man allerdings auf Spielmacher Pepe Fritz verzichten, der, wie man nach der verdienten 38:31 Niederlage feststellen musste, ein unersetzbarer Teil des Teams geworden war. Rehabilitieren konnte man sich nach einer großartigen Leistung gegen Schwaikheim, 41:24 hieß es am Ende der Partie. Im Heimspiel die Woche drauf ging es gegen die Kickers darum, weiter Druck aufzubauen. Die Tabellenführung hatte man dort schon wieder an den SV Remshalden verloren, so dass es nun darum ging, nicht den Anschluss zu verlieren. Dank einer kurzzeitigen Schwächephase musste man sich allerdings mit einem 30:30 zufrieden geben. Der Rückstand auf die Tabellenführung betrug also nun zwei Punkte.

Folglich fieberten ganz Weilimdorf und Feuerbach dem direkten Duell zwischen dem ersten und dem zweiten gegenüber. Steigen sollte dieses Festspiel in der heimischen Hugo-Kunzi Halle. Bei einem Sieg war man nach Punkten wieder vor Remshalden, bei einer Niederlage hätte Remshalden wohl die Meisterschaft feiern können. Nach unglaublich spannenden 60 Minuten hieß es am Ende 31:30 für die Hbi. Der Meisterschaftskampf war wieder offen. Bestätigt werden musste diese Leistung dann im Auswärtsspiel gegen die HSG Weinstadt, aber auch dort ließ die Hbi ihrem Gegner keine Chance und gewann am Ende recht souverän mit 28:30. Die „letzte“ Hürde hieß somit HSV Stuttgart-Nord, ausgerechnet der Dauerrivale der letzten Jahre. Im letzten Spiel gegen die Fellbacher, da war man sich sicher, würde man auch irgendwie schon gewinnen. Aber in wieder einmal einer vollen Halle konnte sich die Hbi in einem kampfbetonten Spiel schließlich nach Pausenrückstand noch mit 35:30 durchsetzen. Am Ende der Saison hieß also der letzte Stolperstein SV Fellbach, die Mannschaft, welche als einzige in dieser Saison noch keinen Sieg hatte feiern können. Mit einer durchwachsenen Leistung, sicherte sich die Hbi schließlich nach einer aufregenden Saison mit einem 35:41 Sieg doch noch den Wimpel.

Wahrscheinlich keiner hatte vor dem Beginn der Runde ernsthaft die Hbi auf dem Zettel als Titelfavorit, die Jungs selbst waren überrascht von dem Verlauf dieser Saison. Am Ende hatte wie gesagt doch der Trainer wieder recht. Die Hbi wurde in der Bezirksliga der männlichen A-Jugend Meister und belohnte sich selbst für die tollen Spiele während der Saison. Mit 560 erzielten Toren war man in der Bezirksliga das Maß aller Dinge.

Nächstes Jahr spielt nur noch ein kleiner Teil der diesjährigen A-Jugend im Jugendbereich, die Leistungsträger Ralf Binder, Tim Wurster und Jan Diller werden wohl weiterhin zum Kader der 1. Männer dazugehören, die anderen 91er Andreas Schneider, Pepe Fritz, Heiko Hasenmaile und Marc Engelhardt werden ihre Chance suchen und ebenfalle die Männer verstärken, oder unter Umständen auch vom Handball etwas Abstand nehmen um sich aufs Studium bzw. den Arbeitsplatz konzentrieren zu können. Laurin Ludmann, Felix Klein, Lorenz Boecking, Marc Fingerhut und Marco Sommer werden im nächsten Jahr nochmals für die A-Jugend auf Torejagd gehen, verstärkt durch den Nachwuchs des Jahrgangs 93.

Die Mannschaft dankt abschließend vor allem ihren Fans und treuen Unterstützern, die teilweise in die entlegendsten Winkel des Bezirks gefahren sind, um die Mannschaft zu unterstützen, aber vor allem dankt sie jenen, die bei den Heimspielen gegen Remshalden und Stuttgard-Nord eine riesengeile Stimmung in der Halle produziert hat. Dank gilt natürlich auch unserm Meistertrainer Jürgen Kaschuba, der innerhalb kürzester Zeit aus einem Haufen voller Einzelteile eine homogene Mannschaft geformt hat, die allen beteiligten sehr viel Spaß bereitet hat. Die Meisterschaft ist ein toller Abschluss nach einer tollen Zeit in der Jugend für viele, und die anderen werden dies als nochmaligen Ansporn verstehen, dieses Kunstwerk im nächsten Jahr vielleicht sogar nochmals zu schaffen.



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