Spielbericht
Herren I vom Feb 2, 2003
Hbi W/F I – TV Bittenfeld 2 30:26 (13:14)
Die Hbi Weilimdorf/Feuerbach ist neuer Tabellenführer in der Bezirksliga!. Mit einem verdienten 30:26-Sieg gegen den alten Tabellenführer Bittenfeld 2 haben sich die Hbi’ler den Platz an der Sonne erkämpft.
Dabei bewiesen sie eine tolle Moral. Schon mit fünf Toren (20:25) lagen sie zehn Minuten vor Spielende eigentlich hoffnungslos zurück. Doch mit unbändigem Siegeswillen und einer tollen Unterstützung von 300 Fans, die in den entscheidenden Minuten der achte Mann für das Team war, bogen die Mannen von Trainer Ralf Volz das Spiel noch zu ihren Gunsten um. 10:1 Tore in den letzten Minuten sprechen eine deutliche Sprache.
Mit diesem Sieg haben sich die Hbi’ler alle Optionen in Sachen Aufstieg erhalten. Sechs Spieltage vor Schluss führen sie mit einem Punkt Vorsprung vor EK Winnenden und zwei Punkten vor Bittenfeld. Ein weiterer Pluspunkt ist der direkte Vergleich. Bei Punktgleichheit mit Winnenden oder Bittenfeld am Saisonende zählt nicht das Torverhältnis sondern der direkte Vergleich der Teams. Und den hat die Hbi gegen beide Mannschaften gewonnen.
Schon vor Beginn dieser Partie war klar, dass der Ausgang dieser Begegnung eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf bringen wird. Bei einer Niederlage der Hbi konnten sie sich den direkten Aufstieg mit großer Wahrscheinlichkeit abschminken, bei einem Sieg liegt alles noch im Bereich des Möglichen.
Dementsprechend motiviert gingen beide Teams auch zur Sache. Den besseren Start erwischte dabei die Hbi. Schnell ging sie durch Tore von Heise und Petschinka mit 2:0 in Führung. Bis zum 4:2 konnte dieser Vorsprung auch gehalten werden. Danach schlichen sich einige Unsicherheiten in das Spiel der Hbi’ler. In der Abwehr fehlte die Absprache und im Angriff kam eine mangelnde Chancenverwertung hinzu. Das Blatt wendete sich und plötzlich lagen die Bittenfelder mit 5:8 in Front. Doch mit einem Zwischenspurt gelang der Hbi der Ausgleich zum 9:9. Die letzten zehn Minuten in der ersten Spielhälfte waren eine reine Nervensache. Hin und her wogte das Spielgeschehen. Die Gäste legten immer wieder ein Tor vor, welches von den Gastgebern postwendend mit dem Ausgleich beantwortet wurde. Mit einem 13:14-Rückstand ging es in die zweite Spielhälfte.
Und diese versprach alles was man sich von einem Handballspiel erwartet. Niedergeschlagenheit, unbändiger Siegeswille Jubel und eine tolle Atmosphäre die von der Tribüne ausging.
Anfangs hielt die Hbi noch mit. Doch im weiteren Verlauf der Partie schien die Abwehr zur Achillesferse der Gastgeber zu werden. Ein um das andere Mal wurden die Bittenfelder regelrecht zum Torewerfen eingeladen. Bis auf 20:25 konnten sie sich dabei absetzen. Zehn Minuten vor Spielende setzte keiner mehr auch noch einen Pfifferling auf die Hbi. Doch ein unbändiger Siegeswille und die fantastische Unterstützung der Fans von der Tribüne ließen die Hbi’ler noch einmal ins Spiel kommen.
Tor um Tor holten sie auf. Vor allem Uwe Pfisterer behielt in dieser Phase die Nerven und verwandelte eiskalt seine Chancen. 25:25 hieß es plötzlich. Noch ein Mal konnten die Bittenfelder in Führung gehen (25:26). Doch danach schien der Zahn gezogen zu sein. Erstmals ging die Hbi fünf Minuten vor Schluss mit 27:26 durch ein Tor von Rainer Rössler in Führung. Der Treffer zum 28:26 für die Gastgeber war die Vorentscheidung. Nervenstark verwandelte Uwe Pfisterer einen Siebenmeter, indem er den herauslaufenden Torhüter mit einem Heber überlistete. Nun war die Hugo-Kunzi-Halle zum Tollhaus geworden. Die Fans schrien und brüllten ihre Mannschaft nach vorne und diese bedankte sich noch mit zwei Toren zum 30:26.
Für die Hbi spielten: Marc Schwertfeger, Florent Stephan; Thomas Weber (3), Sören Heise (4), Sören Naujoks (3/1), Torben Naujoks, Boris Petschinka (6), Ralf Volz, Steffen Hafner (4), Uwe Pfisterer (7/2), Leonhard Storr (1), Rainer Rössler (2).
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